Erste Fragen

Vor dem Einsatz der OHGPads im Unterricht müssen einige Fragen geklärt werden.

  • Welcher Internetzugang ist möglich?
  • Wie werden die iPads aufbewahrt?
  • Wie kann man die iPads reservieren?
  • Wie werden die Geräte verwaltet?
  • Welcher E-Mail-Account wird erstellt?
  • Welche Aktivitäten werden gesperrt bzw. passwortgeschützt?
  • Welche Apps werden installiert?
  • Wie wird der Kauf von Apps organisiert?
  • Welche Clouddienste werden genutzt?
  • Welche Anschlussmöglichkeit an einen Beamer wird gewählt?
  • Verwendet man private oder schuleigene Anschlusskabel?
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3 Gedanken zu “Erste Fragen

  1. Dipl.-Psych. Thorsten Kerbs 07/01/2013 / 00:25

    Als Leser ist Ihre Begeisterung ob dieser Technik und deren Möglichkeiten deutlich zu bemerken. Dabei melden sich in mir einige Fragen, die (wie die obigen) leider unbeantwortet bleiben.

    Da sind zum einen die hohen Kosten, die sich alleine schon durch die heute sehr kurzen Halbwertzeiten von kommerzieller Hard- und Software ergeben: Von wem werden die geschultert und welche Abhängigkeiten von der Privatwirtschaft könnten sich dadurch mittel- oder langfristig ergeben? Wird dieses Projekt wissenschaftlich begleitet und können Sie im nicht ganz auszuschließenden Fall negativer Entwicklungen schnell gegensteuern? Haben Sie Eltern und Schüler in die Entscheidungsfindung mit einbezogen? Gab es für Schüler und Eltern die Möglichkeit, sich in einem demokratischen Prozess für die Nicht-Teilnahme zu entscheiden? Und gab es vorab Veranstaltungen, in denen seriös informiert (und nicht nur Euphorie verbreitet) wurde?

    Sie hören aus meinen Worten wahrscheinlich unschwer den Skeptiker heraus …

  2. ohgpads 07/01/2013 / 14:25

    Das sind viele Fragen auf einmal, die wir uns aber teilweise auch selbst gestellt haben. Die obigen Fragen bleiben unbeantwortet, da jede Schule aufgrund der baulichen, finanziellen, rechtlichen… Gegebenheiten eigene Wege finden muss. Sie sind eher als Checkliste gedacht, um gut vorbereitet die iPads zum Einsatz zu bringen.

    Nun zu Ihren Fragen.
    Kosten
    Jede Medienanschaffung (auch Begleitmaterialien zu Lehrwerken, Filmmaterial…) verursacht hohe Kosten und ist nur für einen begrenzten Zeitraum verwendbar. Wir verfügen nur über einen Computerraum mit ca. 20 Arbeitsplätzen, so dass wir uns entscheiden mussten zwischen der Einrichtung eines weiteren Computerraums oder der Anschaffung von Tablets. Hierbei ist die zweite Lösung die kostengünstigere und bindet uns auch nicht an einen Fachraum.
    Kostenübernahme
    10 iPads wurden vom Schulverein angeschafft und 10 weitere vom Schulträger.
    Abhängigkeiten
    Ich empfinde die Abhängigkeit von Schulbuchverlagen größer als die Abhängigkeit von einem Tablet-Hersteller. Ein Umstieg auf ein anderes Lehrwerk ist sehr viel komplizierter als der Wechsel eines Betriebssystems. Da wir die Geräte nicht selbst herstellen können, müssen wir uns für einen Anbieter entscheiden.
    wissenschaftliche Begleitung
    Es gibt keine kontinuierliche wissenschaftliche Begleitung durch eine externe Institution. Bei Fragen stehen uns jedoch Referenten des Landesinstituts für Pädagogik und Medien zur Seite und wir stehen mit Kollegen anderer Schulen in regem Austausch. Ich versuche durch den Blog die Arbeit mit den iPads zu dokumentieren, so dass Beobachtungen zu Entwicklungen und Neuigkeiten allen direkt zur Verfügung stehen. Darüber hinaus organisiere ich interne Fortbildungen für Kollegen unserer Schule.
    Entscheidungsfindung
    Die Schüler arbeiten bereits privat mit Tablets oder zumindest mit Smartphones, so dass hier kein Widerstand zu erwarten ist. Wir haben uns jedoch bewusst aus Gründen der Sozialverträglichkeit gegen das System BYOD entschieden. Dass die Eltern diese Entscheidung stützen, zeigt die Tatsache, dass die ersten iPads vom Schulverein angeschafft wurden.
    Teilnahme
    In unserem Fall geht es nicht um Teilnahme oder Nicht-Teilnahme, da wir keine 1:1-Ausstattung anvisieren und auch die iPads nicht alle anderen Medien ersetzen werden. Unsere Absicht ist eher, dass die iPads in Unterrichtsphasen – das können auch nur 5 Minuten sein – den Lehr- und Lernprozess unterstützend eingesetzt werden. Es geht also nicht darum, an einem Projekt „iPad“ teilzunehmen. Vor allem in Phasen, in denen Arbeitsprozesse wie Ergebnissicherungen mit traditionellen Medien nicht produktiv verlaufen bzw. Unterrichtszeit nicht effektiv genutzt wird oder in Phasen kollaborativen oder auch individualisierten Lernens bieten Tablets neue Möglichkeiten zur Optimierung des Workflows.
    Fortbildungen
    Wir haben an sehr vielen unterschiedlichen Fortbildungen zu Paducation am Landesinstitut für Pädagogik und Medien sowie an überregionalen Webinaren teilgenommen.

    Ich hoffe, dass ich damit wenigstens einen Teil Ihrer Fragen beantworten und meine Begeisterung für mobiles Lernen begründen konnte.

    Liebe Grüße,
    Monika Heusinger-Lahn

  3. Dipl.-Psych. Thorsten Kerbs 07/01/2013 / 15:14

    Die meisten meiner Fragen sind beantwortet, und der Skeptiker in mir schweigt stille. Durch Ihre Erläuterungen wird mir erheblich plastischer, welchen gezielt begrenzten Rahmen das Projekt überstreicht und mit welcher Intention der Einsatz erfolgt. Das klingt, ja, durchaus interessant!

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